Tuineje

Tuineje - FuerteventuraTuineje - Herrschaftshäuser und Tomaten

Schon in Deutschland hatte ich erfahren, dass ich bei meinem Fuerteventura-Urlaub unbedingt das kleine Städtchen Tuineje besuchen sollte. Es sei so völlig anders als das, was man in den Touristenzentren der Insel zu sehen bekommt. Nach einigen Badetagen nahm ich mir dann einen Mietwagen um nach Tuineje zu fahren.

Und in der Tat, diese Gegend unterscheidet sich schon landschaftlich von den anderen, man sieht wenig Menschen, aber überall Tomatenplantagen - und zwar riesige Felder, die mit Plastikfolien bedeckt sind. Was mir besonders auffiel war, dass es hier im Vergleich zu den anderen Küstengebieten nur wenig Wind gab. Das tut richtig gut! Ich fragte mich, woher eigentlich die wunderschönen Herrschaftshäuser stammen, die ich in der Landschaft, aber auch in Altstadt von Tuineje entdeckte.

Vermutlich leben hier die “Tomatenbarone” der Insel. Ich weiß es aber nicht, ursprünglich sollen diese Gebäude irgendwas mit den Berbern zu tun haben. Mehr konnte ich nicht erfahren. Mitten in der Stadt kam ich dann auch, wie überall, zur einer Kirche, die hier dem heiligen San Miguel gewidmet ist. Es ist eine kleine Kirche aus dem 18. Jahrhundert ohne großen Pomp, aber doch mit sehr viel Gold versehen. Eines hat mir in Tuineje sehr gefallen: herrliche Webstoffe, nicht zu kitschige Töpfereiwaren und Exponate interessanter Bildhauerkunst. Und für Souvenirjäger besonders interessant, es ist hier bis zum Teil um die Hälfte billiger als in den anderen Gemeinden der Insel.

Meine allergrößte Überraschung erlebte ich jedoch in einem der netten kleinen spanischen Restaurants, mit einer noch so richtig herzlichen Atmosphäre. Mir wurde vom Chef des Hauses das Tagesmenü empfohlen, und ich bestellte es: Es war das beste Essen, das ich auf Fuerteventura bekommen habe. Der Wirt erklärte mir, dass er ausschließlich mit Produkten der Gegend kochen würde, und dass nirgendwo sonst auf der Insel die Rinder und Schweine so gutes Fleisch liefern. Es war ein tolles Essen.

Leider habe ich den Namen des Restaurants vergessen, aber es ist etwa 100 Meter von der Kirche entfernt und leicht zu finden.